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Kameraeinstellungen und Posen: So wirkst du vor der Kamera sicher

Die meisten schlechten Aufnahmen entstehen nicht beim Posen, sondern davor: falsches Licht, wackelnder Fokus, Kamera auf Bauchhöhe. Wenn die Technik steht, kannst du dich auf das konzentrieren, was man sieht.

Vorher einstellen, nicht nachher retten

Nimm dir vor jeder Aufnahme eine Minute für die Einstellungen. Diese Minute spart dir später Stunden am Schnittprogramm, in denen du versuchst, etwas herauszuholen, das nicht drin ist.

Welche Linse, welcher Abstand

Die Hauptkamera auf der Rückseite liefert fast immer das bessere Bild als die Frontkamera. Nutze sie, wann immer du dich nicht selbst im Display sehen musst, und arbeite mit Selbstauslöser oder Fernauslöser. Vermeide den digitalen Zoom, er kostet nur Qualität. Geh stattdessen näher ran oder weiter weg.

Der Abstand verändert, wie du aussiehst. Zu nah mit dem Weitwinkel verzerrt Gesicht und Körper, Nase und Hände wirken größer, als sie sind. Ein bis zwei Meter Abstand und ein leichter Zoom auf die zweite Linse, falls dein Handy eine hat, schmeicheln deutlich mehr. Die Kamera gehört auf Augenhöhe oder ein kleines Stück darüber. Von unten gefilmt wirkt fast jeder Mensch schwerer und müder.

Licht und Farbe

Eine einzige Lichtquelle von vorn oder leicht seitlich ist die sicherste Wahl. Zwei verschiedene Lichtfarben im Raum, zum Beispiel warme Lampe und kaltes Tageslicht, führen zu fleckigen Hauttönen, die du im Nachhinein kaum korrigieren kannst. Entscheide dich für eine. Wenn du mit Lampen arbeitest, stelle am Handy den Weißabgleich fest ein, statt ihn der Automatik zu überlassen.

Posen: die Grundregeln

Posen ist kein Talent, sondern eine Handvoll Regeln, die man übt, bis sie selbstverständlich werden.

Üben, ohne Druck

Stell dich vor den Spiegel und geh die Regeln einzeln durch, bis du spürst, wie sich die Pose anfühlt, ohne hinzusehen. Dann filme eine Serienaufnahme von dreißig Sekunden, in der du dich langsam bewegst, und sieh sie dir an. Du wirst schnell merken, welche Winkel dir gefallen. Diese Winkel merkst du dir, der Rest fällt weg.

Die häufigsten Fehler

Wenn die Technik einmal steht, wird jede Session kürzer und besser. Genau deshalb beginnen wir mit neuen Creatorinnen nicht mit Strategie, sondern mit einer halben Stunde Licht, Kamera und Posen.